Anwalt Tierhaltung

Nicht bei jedem Vermieter sind Haustiere wie Hund, Katze oder Meerschweinchen willkommene Hausbewohner. Die Wohnungssuche gestaltet sich für Tierbesitzer häufig als schwierig und auch im Laufe eines Mietverhältnisses kann es zu einem Tierwunsch kommen. Wir fassen kurz für Sie zusammen, was dazu gesetzlich geregelt ist.

In der Regel können drei verschiedene Arten von Tieren unterschieden werden:

  • Kleintiere
  • Hund/Katze
  • Gefährliche/große Tiere

Besonders große, exotische, giftige oder allgemein gefährliche Tiere sind in Mietwohnungen generell nicht zulässig, da von ihnen eine erhöhte Gefahr für die anderen Bewohner des Hauses ausgeht.
Kleintiere wie Hamster, Wellensittiche oder Fische dürfen generell in Mietwohnung gehalten werden, da von ihnen kein Schaden an den Mieträumen zu erwarten ist udn sie in Käfigen, Terrarien oder Aquarien gehalten werden. Es gibt hierbei natürlich auch Ausnahmen, Ratten oder Frettchen beispielsweise benötigen die Zustimmung des Vermieters, da diese für Gestank oder auch Angst Zustände bei anderen Mitmietern sorgen können. Des weiteren hat der Vermieter das Recht, die Haltung von übermäßig vielen kleinen Tieren zu untersagen.

Die Tierhaltung von Hunden und Katzen muss differenziert betrachtet werden. Generell bedarf es der Zustimmung des Vermieters, wenn Hunde oder Katzen in einer Wohnung gehalten werden wollen, auch wenn dazu keine Klausel im Mietvertrag steht. Andere Bewohner des Hauses könnten sich durch die Haltung eines Hundes oder eine Katze gestört fühlen und darauf hin eine Mietminderung geltend machen. Dies gilt es für den Vermieter natürlich zu vermeiden. Dafür muss jedoch nachgewiesen werden, dass von dem Tier Belästigungen zu erwarten sind. Anderenfalls ist eine Untersagung der Haltung vertragswidrig. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass ein Vermieter das Recht hat, eine zur Tierhaltung gegebene Einwilligung jederzeit zu widerrufen, sollte sich im Laufe der Zeit herausstellen, dass von dem Tier Störungen ausgehen. Sonderregeln gelten hierbei für Blindenführ- oder Diabetikerhunde.

Da die gesetzliche Grundlage zur Tierhaltung in Mieträumen viel Spielraum lässt und oftmals von Einzelfällen abhängig ist, empfiehlt sich eine genaue Prüfung der Sachlage durch einen Anwalt und eine möglichst außergerichtliche Einigung, um das Verhältnis zwischen den beiden Parteien nicht übermäßig zu belasten.

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