Anwalt Kündigung und Kündigungsfristen

Grundsätzlich kann man als Mieter immer mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen – ganz egal, wie lange man schon in einer Wohnung wohnt. Bis spätestens zum dritten Werktag eines Monats muss dann gekündigt werden, damit der Monat noch mit zur Frist zählt. 
Vermietern können ihren Mietern jedoch nicht einfach die Wohnung kündigen, da sind die Fristen davon abhängig, wie lange der oder die Mieter schon in der Wohnung wohnen. Davon ausgehend gibt es Fristen von drei, sechs oder neun Monaten.
Wichtig ist außerdem, dass eine Kündigung immer schriftlich eingereicht wird – sowohl von Mieter- als auch von Vermieterseite aus.

Als Mieter gibt es jedoch auch Sonderkündigungsrechte:

  • Mieterhöhung: Als Mieter hat man dann die Möglichkeit, außerordentlich mit Ende des übernächsten Monats nach Eingang der Mieterhöhung zu kündigen.
  • Modernisierung der Wohnung: Sind in der Wohnung umfassende Bauarbeiten oder Sanierungsmaßnahmen geplant, hat man als Vermieter wieder das Recht, mit Ablauf des übernächsten Monats zu kündigen.
  • Gesundheitliche Gefährdungen: Großflächiger Schimmelbefall oder Baufälligkeit der Wohnung können eine ernsthafte Gefährdung für die Mieter darstellen. In diesem Fall entfällt die Kündigungsfrist völlig.
  • Tod eines Mieters: Wenn zwei oder mehrere Personen Mieter einer Wohnung sind, kann nach dem Tod eines Mieters Innerhalt eines Monats mit der gesetzlichen Frist kündigen. Sollte ein Mieter allein eine Wohnung bewohnt haben, so geht das Mietverhältnis auf die Erben über, welche dann die Möglichkeit haben, mit einer dreimonatigen Frist außerordentlich zu kündigen.


Als Vermieter seinen Mietern zu kündigen geht zwar grundsätzlich nicht, ist aber laut §573 BGB unter besonderen Umständen (wie zum Beispiel Eigenbedarf) möglich. Dabei sind jedoch unbedingt die gesetzlichen Kündigungsfristen zu beachten, eine kürzere, im Mietvertrag festgelegte Frist ist nichtig.
Auch wenn es für den Vermieter nicht zumutbar ist, dass Mieter noch länger in der Wohnung bleiben, kann sich die Kündigungsfrist verkürzen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Miete zwei Monate lang hintereinander nicht bezahlt wird. Auch wegen vertragswidrigem Gebrauch der Wohnung oder massiver Störung des Hausfriedens kann der Vermieter fristlos kündigen.

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